Städtebauförderung


Lemgo fit für die Zukunft machen

Die Umgestaltung der Mittelstraße und die Neugestaltung des Stadteingangs am Langenbrücker Tor können finanziell nur mit Zuwendungen aus der Städtebauförderung »gestemmt« werden.

Doch was ist »Städtebauförderung« eigentlich?
Eingeführt wurde sie bereits 1971 mit dem StädtebaufördStaedtebaufoerderung_RGBerungsgesetz. Seitdem stellen Bund und Länder in den Programmen der Städtebauförderung Finanzhilfen für Investitionen in die Erneuerung und Entwicklung der Städte und Gemeinden bereit. Damit sollen Städte als Wirtschafts- und Wohnstandorte gestärkt werden. Grundlagen und Regelungen finden sich im Grundgesetz, dem Baugesetzbuch und entsprechenden Verwaltungsvereinbarungen zwischen Bund und Ländern. Das Land NRW hat Förderrichtlinien erlassen, auf deren Grundlage von den Kommunen Anträge gestellt werden können und Bewilligungen vom Land erteilt werden.

Lemgo hat bereits im Rahmen der ersten großen Stadtsanierung von 1972 bis 1996 erheblich von der Städtebauförderung profitiert. In dieser Zeit wurde der historische Stadtkern mit heruntergekommener Bausubstanz, mit Durchgangsverkehr und Parken in jedem freien Winkel, aus der jeder Bewohner, der es sich leisten konnte, wegzog, transformiert zu jenem lebens- und liebenswertem Lemgo, wie wir es heute kennen. Die städtebauliche Erneuerung ist ein kontinuierlicher Prozess, da sich die Stadt ständig für neue Herausforderungen rüsten und sich zukunftsweisend weiterentwickeln muss. Der Handel der Innenstadt muss fit gemacht werden, um z.B. gegen die Konkurrenz des Online-Handels eine Chance zu haben. Ein wesentlicher Beitrag dazu geschieht durch die gestalterische Aufwertung der Mittelstraße. Begleitend zum Ausbau des Hochwasserschutzes wird überdies die Neugestaltung des südlichen Stadteingangs erforderlich. Dies beinhaltet die Chance, einen für Bewohner und Besucher überaus attraktiven Zugang zur Bega mit hohem Erlebnis- und Freizeitwert zu erhalten. Diese zwei Maßnahmen sind aber nur ein Teil der großen innerstädtischen Gesamtmaßnahme »Sanierungsgebiet Historischer Stadtkern Lemgo und Erweiterungsbereich«, für die das Land NRW der Stadt Lemgo einen Kostenrahmen von 9,26 Mio. Euro mit einer Förderquote von 60% – 70% zugesagt hat und die sukzessive seit 2010 »abgearbeitet« wird. •

 

Mehr Infos zum Thema Städtebauförderung www.staedtebaufoerderung.info

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